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Frsky Produktratgeber

Der FrSky Produktguide - Fernsteuerungen - Empfänger - Sensoren

Welche Fernsteuerung ist für mich geeignet? Welcher Empfänger passt in mein Modell? Ich habe Fernsteuerung xy passt dieser Empfänger oder gibt es einen besseren? Was genau kann ich alles mit den FrSky Sensoren anstellen?


Diese und ähnliche Fragen erhalten wir beinahe täglich.

In diesem Guide wollen wir unsere Erfahrungen, Tipps und Tricks weitergeben und eine Übersicht über die derzeitigen Fernsteuerungen, Empfänger sowie Telemetriesensoren von FrSky geben.


Aktualisiert am 05.09.2018

Inhaltsverzeichnis - Übersicht über alle FrSky Fernsteuerungen, Empfänger und Sensoren

 

 

1. Kurzüberblick über die Marke FrSky:

1.1 Wie wird FrSky ausgesprochen?

 

FRRSky, FREESKY oder doch ganz anders?
Die korrekte Aussprache ist tatsächlich Free – Sky.
Nicht zu verwechseln mit dem Hersteller FlySky welcher ebenfalls Fernsteuerungen produziert.

1.2 Entwicklung der Marke FrSky und Erfolgsfaktoren:

 

FrSky wurde im Jahr 2010 gegründet und hat sich vom „Newcomer“ zu einem der führenden Anbieter für Fernsteuerungen, Empfänger und Zubehör auf dem Modellbaumarkt entwickelt. Mittlerweile ist FrSky ein Unternehmen mit über 150 Mitarbeitern und  Umsätzen im zweistelligen Millionen Euro Bereich.
Der Durchbruch auf dem deutschen Markt erfolgte mit der ersten X9D Taranis Fernsteuerung. Der Sender bot eine unvergleichliche Preis-Leistung und eine bisher nicht bekannte Funktionsvielfalt in dieser Preisklasse. In Verbindung mit dem genutzten OpenSource Betriebssystem OpenTX wurde zudem die Möglichkeit geschaffen, dass jeder Sender in großem Maße individualisiert werden kann und Verbesserungen aus der Community einfach umgesetzt werden können.
Auch die Verfügbarkeit von Tuningteilen sowie eine große Bandbreite an Zubehör wie Empfänger und Telemetriesensoren zu einem attraktiven Preis haben merklich zum Erfolg beigetragen.
Die aktuelle X9D+ basiert nach wie vor auf diesem Erfolgsmodell und es sind zahlreiche Verbesserungen mit eingeflossen.

1.3 Wieso haben FrSky Fernsteuerung so komische Namen?

 

Da wir bereits die Aussprache von FrSky geklärt haben gibt es auch einen interessanten Punkt zu den eigentlichen Modellen.
Woher kommen eigentlich die Namen Taranis und Horus?
Taranis:
Taranis ist eine keltische Gottheit. Es handelt sich hierbei um den Gott des Himmels des Donners und des Wetters.
Horus:
Horus war ein Gott in der Mythologie des Alten Ägyptens. Auch hier handelt es sich um einen Gott des Himmels.
FrSky als führender Anbieter für Fernsteuerungen, Empfänger und Sensoren ist besonders bei Hobbypiloten und in der FPV-Community beliebt. Aus diesem Grund hat sich FrSky dazu entschlossen die Fernsteuerungen was die Namensgebung betrifft an dieses Element der Luft und des Himmels anzulehnen. Wie wir finden ist dies eine recht gute Idee, die wiederum auch sehr gut zum eigentlichen Markennamen FrSky passt, da dieser ja ebenfalls den Begriff Himmel enthält.

 

1.4 Welches Band wird genutzt – was ist 2.4ghz und welche Produkte sind kompatibel?

Moderne Fernsteuerungen senden eigentlich ausschließlich auf 2.4GHz. Die Zeiten von 35MHz, 40MHz und mühsamem Quarzwechsel  sind endgültig vorbei. Eine Kanaldoppelbelegung kann nahezu ausgeschlossen werden und auch gegen Störungen sind moderne Fernsteuerungen sehr unempfindlich. Beim Einschalten wird von der Fernsteuerung automatisch ein freier Kanal genutzt, sofern es zu Störungen kommen sollte, wird die Frequenz automatisch gewechselt. So können auch mehrere Fernsteuerungen problemlos gleichzeitig und nebeneinander genutzt werden.

Nichtsdestotrotz können 2.4GHz Anlagen und Empfänger verschiedener Hersteller nicht kombiniert werden da jeder Hersteller ein eigenes Protokoll verwendet und sich die Übertragungsarten unterscheiden. Bei Frsky handelt es sich hierbei um ACCST.
FrSky hat hier aber auch an die Nutzer vieler Fremdsender gedacht und ein 2.4GHz HF Sendemodul auf JR-Basis Schacht entwickelt. Mit diesem Modul (XJT Modul) Link kann eine passende Fernsteuerung mit JR-Modulschacht auf das FrSky ACCST System umgerüstet werden.
Umgekehrt verfügt jede FrSky Fernsteuerung (von der X-Lite einmal abgesehen) ebenfalls über einen Standard JR Modulschacht sodass z.B. ein Spektrum Modul in die Taranis eingesetzt werden kann und die bisher schon vorhandenen Empfänger mit der neuen Fernsteuerung weiter genutzt werden können.

2. Rechtliche Bestimmungen zum Betrieb einer Fernsteuerung im Modellbau:

2.1 Was bedeutet ETSI V1.81 und EU LBT?

 

Seit dem Jahr 2015 müssen alle in Deutschland (und der EU) verkauften Fernsteuerungen dem ETSI Stand V1.81 genügen. ETSI (European Telecommunications Standards Institute) ist ein Institut für Telekommunikationsnormen welche entsprechende Regeln und Grenzwerte festlegt an diese sich die Hersteller dann entsprechend halten müssen.
Auch Frsky hat diese Richtlinien natürlich umgesetzt und so werden von uns ausschließlich Produkte ausgeliefert welche der ETSI V1.81 Norm entsprechen. Es gibt seitens FrSky auch andere Firmware Versionen welche dann z.B. in den USA eingesetzt werden können. Bitte beachten Sie, dass eine solche Version in Deutschland nicht betrieben werden darf.
Mit EU-LBT handelt es sich um die aktuellste FrSky Firmware-Version welche seit 2016 am Markt ist. LBT steht für Listen Before Talk. Alle Sender und Empfänger welche mit EU-LBT gekennzeichnet sind (alle FrSky Produkte aus unserem Sortiment) sind untereinander kompatibel und können miteinander genutzt werden.
Bei einem Kauf von einer Fernsteuerung und Empfänger bei uns müssen Sie sich also um die Kompatibilität keine Sorgen machen. Die Produkte können im Auslieferungszustand direkt genutzt werden und es sind keine Firmware-Updates notwendig.
Haben Sie noch ältere Empfänger fragen Sie am besten bei uns an und wir prüfen dann für Sie, ob es für diese Empfänger eine passende EU-LBT Firmware gibt.

3. Long Range im Modellbau:

 

Da Long Range sich einer immer größeren Beliebtheit erfreut werden wir hierzu in Kürze einen eigenen Artikel veröffentlichen.

 

4. Übersicht FrSky Fernsteuerungen:

4.1 Wieso eine FrSky Fernsteuerung?:

 

Wir arbeiten schon sehr lange mit FrSky zusammen.
Wir haben natürlich auch schon andere Hersteller getestet und diese (vor allem in einer Zeit vor den FrSky Sendern) selbst eingesetzt.
Überzeugt haben uns die vielen Möglichkeiten welche die FrSky Sender bieten sowie damit einhergehend die hervorragende Preis-Leistung im Vergleich zu anderen Herstellern.
Durch OpenTX sind alle Fernsteuerungen frei konfigurierbar und vor allem updatebar. Auch Nutzer älterer Fernsteuerungsgenerationen profitieren von Neuentwicklungen und können ebenfalls neue Produkte oder Zusatzfunktionen mit Ihrem „alten“ Sender nach wie vor nutzen.
Abgerundet wird das Ganze durch eine starke Community mit extrem viel Fachkompetenz sodass auch bei Fragen, Problemen, immer geholfen wird.

4.2 Gibt es auch negative Punkte?:

 

Natürlich sollen auch mögliche negative Aspekte in einer solchen Übersicht aufgeführt werden. Der ein oder andere Anwender und vor allem vielleicht auch Neuling im Modellbau fühlt sich von der Fülle an Einstellmöglichkeiten und Zubehör in manchen Situationen fast erschlagen.
Wir hoffen mit diesem Artikel auch etwas zur besseren Übersicht und der Anwendung der einzelnen Artikel beitragen zu können sodass eine Auswahl besser möglich ist und jeder Kunde direkt mit dem für Ihn am besten passenden Produkt starten kann.
Auch für die Fülle an Einstellmöglichkeiten sei nochmals auf die wirklich geniale FrSky Community verwiesen. Es gibt unzählige Videos und Tutorials in denen Schritt für Schritt z.B. die notwendigen Einstellungen zur Nutzung komplexerer Empfänger wie dem S6R oder die Programmierung eines Modells gezeigt werden sodass anhand der Videos leicht die notwendigen Schritte nachvollzogen werden können.
Aber auch bei den Einstellungen gilt:  wer langsam und strukturiert herangeht wird keine Probleme haben und bereits nach kurzer Eingewöhnungszeit die vielen Möglichkeiten von OpenTX lieben J
Wer sich ganz unsicher ist schließt am besten erst einmal ein paar Servos an die Empfängerausgänge an und testet in Ruhe wie sich verschiedene Einstellungen auswirken, wie Mischer programmiert werden und welche Sprachausgaben, etc. genutzt werden können.

 

 

4.3 Betriebssystem OpenTX:

Wie eingangs schon erwähnt verwenden alle FrSky Fernsteuerungen als Betriebssystem OpenTX. OpenTX ist eine Open-Source Software (also kostenlos verfügbar) welche von aktiven Modellbauern programmiert wird. Wünsche und Anregungen aus der Community werden gerne aufgenommen und oftmals auch zeitnah direkt umgesetzt.
Computerseitig steht mit der Companion-Software ein komfortables Programm zur Verfügung mit dem Modelle kopiert, getauscht und angelegt werden können sowie Updates durchgeführt werden.
Die Companion Software ist für Windows, Linux und Mac erhältlich und bietet somit vielen Nutzern Zugang.
An dieser Stelle sei auch auf das deutsche Handbuch des Users Helle verwiesen:
https://openrcforums.com/forum/viewtopic.php?f=92&t=3563&start=30#p133171
Mit über 650 Seiten quasi die Bibel für jeden OpenTX Nutzer. Unzählige Beispiele und Schritt-für -Schritt - Erklärungen machen die Nutzung einer OpenTX Fernsteuerung auch für einen Anfänger gut zugänglich. Auch als Nachschlagewerk für bereits erfahrenere Nutzer kann das Handbuch nur empfohlen werden. Gerade die Praxisbeispiele eröffnen immer neue Möglichkeiten für eigene Umsetzungen der Modellprogrammierung.

4.4 Was bedeutet Mode bei einer Fernsteuerung?:

 

Im Modellbaubereich gibt es vier verschiedene Mode-Varianten. Der jeweilige Mode bedeutet in welcher Kombination die vier Grundfunktionen auf die Knüppel der Fernsteuerung aufgeteilt sind. Am weitesten verbreitet sind hierbei Mode 1 und Mode 2.

Verschiedene Modes bei Modellbau-Fernsteuerungen
Verschiedene Modes bei Modellbau-Fernsteuerungen

 

 

 

Welcher Mode am besten für Anfänger geeignet ist, ist schwer zu sagen.
Sollte man Vorhaben in einem Verein zu fliegen oder möchte man öfters einmal den Sender / Modell von einem Freund ausprobieren macht es natürlich Sinn sich an dessen Mode zu orientieren.
So kann dann z.B. auch spontan einmal ein anderes Modell getestet werden ohne dies extra im Sender anzulegen.
Allen FrSky Sendern ist gemein, dass prinzipiell (im Gegensatz zu manch anderen Herstellern) jeder Sender in jedem Mode genutzt werden kann. Es ist auch kein weiteres Zubehör oder ein Umbausatz dazu notwendig.
Je nach Modell muss meistens der Sender geöffnet und intern eine Schraube gewechselt werden. In OpenTX kann dann einfach der jeweilige Mode eingestellt werden,sodass z.B. ein Wechsel von Mode 1 auf Mode 2 problemlos erkannt und der Gasknüppel entsprechend zugeordnet wird.
Es gibt für jeden Sender zahlreiche Videos über den Vorgang online und der Wechsel kann auch von Anfängern innerhalb von Minuten durchgeführt werden. Es müssen keinerlei Lötarbeiten oder sonstige Eingriffe am Sender erfolgen.
FrSky macht sich auch hierbei immer wieder Gedanken um die Nutzererfahrung zu verbessern. Bei der neuesten X-Lite kann nun sogar der Wechsel von außen erfolgen ohne den Sender öffnen zu müssen.

 

4.5 Bauarten von Fernsteuerungen:

Grundsätzlich kann zwischen den zwei Bauarten, Pultsender und Handsender unterschieden werden.

Unterschied zwischen FrSky Hand - und Pultsendern
Unterschied zwischen FrSky Hand - und Pultsendern

 

 

 

Bei FrSky ist die X9E ein klassischer Pultsender,  wohingegen die X9D+, Q X7 und X-Lite in die Kategorie der Handsender fallen.
Historisch gesehen waren fast alle größeren Modelle der verschiedenen Hersteller Pultsender und Handsender eher im Spielzeug-Bereich anzutreffen. Dieser Trend hat sich vor allem im Flug-, Hubschrauber- und Multicopter-Bereich stark gewandelt und es werden mehr und mehr Handsender eingesetzt. Von der Beliebtheit her haben die Handsender mittlerweile die Pultmodelle deutlich überholt.
Ein Pultsender wird per Gurt um den Hals (und teilweise bei manchen Modellen auch noch zusätzlich um den Bauch) getragen. Die Gurte sind entweder am Sender direkt über Haltebügel befestigt oder der Sender wird in ein separates Pult eingelegt.  Die Hände liegen auf der Fernsteuerung mit auf und teilweise sind im Pult auch noch zusätzliche Staufächer für Zubehör wie Schraubendreher, Gimbalsticks, Ersatzteile, etc. untergebracht. Die Steuerknüppel (Gimbals) sind meistens länger und werden mit zwei oder drei Fingern bedient (vergleichbar wie man einen Stift halten würde).
Im Funktionsmodellbau werden nach wie vor viele Pultmodelle eingesetzt, da der Sender dort teilweise über Stunden genutzt wird und sich zusätzlich auf Grund der eckigen Bauform viele Schalter unterbringen lassen und sich die meisten Schalter an der Oberseite des Senders befinden, sodass auch viele Funktionen direkt aufgerufen werden können.
Handsender hingegen werden direkt in den Händen gehalten und sind daher bereits von der Bauform kompakter gehalten. Zusätzlich sind oftmals Funktionen auf der Rückseite angebracht , sodass mit den umgreifenden Fingern ebenfalls Funktionen ausgelöst werden können. Alle FrSky Sender verfügen aber trotzdem über die Möglichkeit den Sender an einem Halsgurt zu nutzen. Die Aufhängung ist mittig platziert,  sodass der Sender im Schwerpunkt pendelt und nur noch von den Händen in Position gehalten wird, das eigentliche Gewicht muss nicht getragen werden sodass auch eine längere Nutzung ohne Ermüdung möglich ist.
Die Gimbals (Steuerknüppel) können je nach Vorliebe entweder mit den Daumen oder ebenfalls mit mehreren Fingern bedient werden.
Großer Vorteil der Handsender ist die kompaktere Bauform und viele Piloten nutzen auch sehr gerne für schnelle Manöver die Daumensteuerung sodass Handsender immer beliebter werden. Vor allem im FPV –Bereich wird auch gerne sitzend geflogen, sodass ein Handsender die deutlich bessere Wahl ist.

4.6 Abgrenzung der FrSky Fernsteuerungs-Modelle:

 

Dieser Artikel bezieht sich hauptsächlich auf die Einstiegs- und Mittelklasse-Modelle von FrSky,  da diese am häufigsten nachgefragt werden. Die X9E und Horus wird zu einem späteren Zeitpunkt in einem eigenen Artikel behandelt.

4.7 Übersicht über die drei beliebtesten FrSky Fernsteuerungen:

FrSky verfügt derzeit über drei Bauformen der Einstiegs- und Mittelklasse welche in verschiedenen Ausstattungsvarianten erhältlich sind.
Wobei Einstiegsklasse immer etwas negativ klingt und sich in diesem Fall eher auf den Preis bezieht.  Bei den Funktionen wird hingegen nicht gespart - Im Gegensatz zu anderen Herstellern bieten alle FrSky Sender volle 16 Kanäle und das gleiche OpenTX Betriebssystem. Es gibt keine Limitierungen oder Softwarebegrenzungen welche die Einstiegsmodelle künstlich von den anderen Modellen abgrenzen würden.

4.7.1 „Der Klassiker“ –  die Taranis X9D+ sowie die X9D+ Special Edition

 

Die Taranis X9D ist der „Urvater“ aller FrSky Fernsteuerungen und hat den Grundstein für den Erfolg von FrSky gelegt. Vom Design her handelt es sich bei diesem Modell um eine klassische silbergraue Fernsteuerung. Formgebung und Haptik kamen direkt bei der Einführung sehr gut am Markt an. Die Preis-Leistung, verglichen mit der Konkurrenz, war von Anfang an unschlagbar.
Die X9D+  wird seit einiger Zeit nun als + (Plus) Variante angeboten. Da die Ursprungsversion sehr gut nachgefragt wurde und die Zahl der Anwender gestiegen ist wollte FrSky weitere Verbesserungen einbauen. Letztes Upgrade ist die Special Version bei der FrSky den Sender bereits ab Werk mit diversen Tuningteilen wie Hall-Sensor Gimbals (Steuerknüppeln) ausstattet und das Ganze mit einer besonderen Gehäuselackierung abrundet.  Die Lackierungen rücken die Fernsteuerung aus der klassischen Ecke in ein neues Licht. Wer mag kann sich ein flippiges Modell aussuchen wie zum Beispiel eine Totenkopf- Verzierung oder ein Camouflage-Muster. Am mit Abstand häufigsten nachgefragt wird hierbei die von uns angebotene Variante im Carbon-Look.

 

FrSky Taranis X9D+ Special Edition in der Farbe Carbon Fiber
FrSky Taranis X9D+ Special Edition in der Farbe Carbon Fiber

 

4.7.2 „Der Einsteiger“ -  Taranis Q X7  und die Taranis Q X7S

 

Mit der Q X7 hat FrSky die Wünsche vieler Kunden umgesetzt. Viele Kunden sehnten sich nach einem etwas kleineren, leichteren und handlicheren Modell. Auch seitens der immer größer werdenden FPV- Community wurde der Wunsch nach einem Sender mit etwas anderen Anforderungen geäußert.
Obwohl FrSky die erste Fernsteuerung, die X9D+, bereits preislich sehr interessant am Markt platziert hat stand doch die Anforderung im Raum, dass es, gerade für Einsteiger, die alles neu anschaffen müssen oder zunächst einmal nur in das neue Hobby hinein schnuppern wollten ein günstigeres Modell geben sollte.
Auch vom Design- und Optik-Aspekt her kamen cleane Farben wie schwarz oder weiß sehr gut bei den Kunden an.
All dies wurde von FrSky umgesetzt und entstanden ist die überaus beliebte QX7.
Qualitativ was die Optik und Haptik angeht wurden keine Abstriche im Verglich zur X9D+ gemacht. Auch was die Kanalanzahl, den Modellspeicher und das Betriebssystem OpenTX angeht bietet FrSky seinen Kunden die gewohnten und geschätzten Parameter.
Gestrafft wurde zu Gunsten des Preises an den folgenden Punkten: Die QX7 verfügt über ein kleineres Display, die Speicherkarte ist optional erhältlich und im Lieferumfang nicht inklusive.  Die QX7 verfügt über 6 Schalter wohingegen die X9D+ über 8 verfügt. Der Betrieb erfolgt bei der QX7 via optionalen Akkupack, die X9D+ verfügt bereits über einen Akku im Lieferumfang. Auch auf einen Alukoffer / EVA Case wurde im Lieferumfang verzichtet um den Preis möglichst attraktiv zu gestalten. Diese Komponenten können aber jederzeit nachträglich erworben werden.
Generell muss gesagt werden, dass FrSky sich immer nah am Markt befindet und ein offenes Ohr für die Community hat. Anregungen werden gerne angenommen und schnell in neue, moderne und  qualitativ hochwertige Produkte umgesetzt.
Ein aktuelles Beispiel ist die Taranis X-Lite.

 

 

FrSky Taranis Q X7 in der Farbe Schwarz
FrSky Taranis Q X7 in der Farbe Schwarz

 

 

4.7.3 „Der kleine Neuling“  - Taranis X-Lite

 

Seit 2018 gesellt sich nun auch die FrSky X-Lite hinzu. FrSkys Antwort auf den immer beliebter werdenden FPV Racing Markt. Es handelt sich bei der X-Lite um eine kompakte Fernsteuerung im Design eines Gamecontrollers – Optimal für den Rucksack und zum immer Dabeihaben. Natürlich kann der Sender genauso für andere Modelle genutzt werden.
Bei der Qualität und Funktionsvielfalt wurden keine Abstriche gemacht – Der Sender verfügt neben den Hall-Sensor -Steuerknüppeln über vier Schalter und zwei Slider, sodass auch komplexere Modelle wie Segler, Multicopter, Flächenmodelle mit Sonderfunktionen oder Funktionsmodelle gesteuert werden können.

Generell kann zu den beschriebenen Fernsteuerungen gesagt werden, dass alle Modelle, trotz der unterschiedlichen Markteinführungszeitpunkte, aktuell sind.
Je nach Anwendungsbereich,  individueller Anforderung und Geschmack sucht sich ein jeder Kunde die für sich ideale Fernsteuerung aus.

 

FrSky Taranis Q X7 in der Farbe Schwarz
FrSky Taranis X-Lite in Rot und Schwarz

 

 

4.8 Tabelle mit Technischen Daten aller FrSky Fernsteuerungen:

 

Modelle / Funktionen

Taranis Q X7

Taranis Q X7 S

Taranis X9D+

Taranis X9D+ Special Edition

Taranis X-Lite

Produktbilder

Frsky Taranis Q X7 in Weiß Frsky Taranis Q X7 in Schwarz Frsky Taranis Q X7S in Blau Frsky Taranis Q X7S in Carbon Optik Frsky Taranis X9D Plus mit X8R und Alukoffer Frsky X9D Plus Special Edition in Carbon Fiber Optik Frsky Taranis X-Lite in Rot Frsky Taranis X-Lite in Schwarz

Kanäle (internes Sendemodul)

16 Kanäle

16 Kanäle

16 Kanäle

16 Kanäle

16 Kanäle

HF Modulschacht

Ja, JR Bauform

Ja, JR Bauform

Ja, JR Bauform

Ja, JR Bauform

Ja, Lite-Bauform

Übertragungsfrequenz

2,4Ghz ACCST

2,4Ghz ACCST

2,4Ghz ACCST

2,4Ghz ACCST

2,4Ghz ACCST

Telemetrie Funktion

Ja

Ja

Ja

ja

ja

Knüppel (Gimbals)

Potentiometer

Hall Sensoren

Potentiometer

Hall Sensoren

Hall Sensoren

Modellspeicher

Ca. 60 interne
+ optionale SD Karte

Ca. 60 interne
+ optionale SD Karte

Ca. 60 interne
+  SD Karte

Ca. 60 interne
+  SD Karte

Ca. 60 interne
+  optionale SD Karte

Betriebssystem

OpenTX

OpenTX

OpenTX

OpenTX

OpenTX

Sprachausgabe

Ja (Speicherkarte notwendig)

Ja (Speicherkarte notwendig)

Ja

Ja

Ja (Speicherkarte notwendig)

Lehrer / Schüler Funktion

Ja

Ja

Ja

ja

ja

Gewicht

ca. 780g inkl. 6x AA

ca. 780g inkl. Akku

ca. 870g inkl. Akku

ca. 870g inkl. Akku

ca. 376g inkl. Akkus

Schalter

6

6

8

8

4

Drehregler

2

2

2

2

---

Schieberegler / Slider

----

----

2

2

2

Antenne

fest montiert

fest montiert

fest montiert

abnehmbar

Intern + optional abnehmbar

Display

128 x 64 Pixel

128 x 64 Pixel

212 x 64 Pixel

212 x 64 Pixel

128 x 64 Pixel

Unterstützte Mode

Mode 1 - 4

Mode 1 - 4

Mode 1 - 4

Mode 1 - 4

Mode 1 - 4

Spannungsversorgung

optionaler 7,2V 2000mAH NIMH Akkupack

7,2V 2000mAH NIMH Akkupack

7,2V 2000mAh NIMH Akkupack

7,2V 2000mAh NIMH Akkupack

Fach für 2x 18500 Lion Zellen

Verfügbare Farben / Designs

Schwarz / Weiß

Blau / Carbon

Grausilber

Carbon / Camouflage / Rockmonster / Blazing Skull

Rot / Schwarz

Lieferumfang

Nur Sender

Sender, Akku, Ladegerät, EVA Softcase

Sender, Akku, Ladegerät, Alukoffer, X8r Empfänger

Sender, Akku, Ladegerät, EVA Softcase

Sender, EVA Softcase

Preis (ca.)

128,90 Euro

218,90 Euro

256,90 Euro

269,40 Euro

139,90 Euro

 

4.9 Unsere Empfehlung für eine Fernsteuerung:

 

Welchen Sender sollte man nun nehmen?
Diese Frage ist nicht so einfach zu beantworten und füllt mit Sicherheit hunderte Seiten in Internetforen und wird nur noch durch die Frage „welcher Hersteller ist der beste“ getoppt ;-)
Je nach Anwender und Anwendungszweck können sich verschiedenste Konstellationen ergeben, daher möchten wir eher auf Basis unserer Erfahrungen einige Empfehlungen abgeben:

Für einen Beginner welcher noch unentschlossen ist ob ihm das Hobby auch Spaß macht und der eine traditionelle Fernsteuerung sucht,  wäre unsere Empfehlung die QX7. Der Sender hat ein unglaubliches Preis-Leistungs-Verhältnis und es handelt sich keinesfalls um ein „Billig“-Produkt, welches direkt beim nächst größeren Modell ausgetauscht werden muss.
Es können jederzeit Features wie Hall Sensor Gimbals der „S“ Variante nachgerüstet werden sollte der Wunsch nach einem Upgrade aufkommen. Stellt sich heraus, dass man doch gar keinen Modellbau betreiben möchte kann der Sender auch mit wenig Verlust wieder verkauft werden, da alle FrSky Fernsteuerungen einen sehr guten Werterhalt haben.

Wer einen Sender für FPV Racing oder einen kompakten Zweit / Urlaubssender sucht, der sollte unbedingt einen Blick auf die X-Lite werfen. Ein vollwertiger FrSky-Sender im Mini-Format. Jüngere Kunden sind mit dem Game-Controller Format sowieso vertraut und wir sind sicher, dass dieser Sendertyp in Zukunft noch deutlich an Beliebtheit zunimmt.

Für alle die einen guten Mittelklasse Sender suchen wäre unsere Empfehlung entweder die Q X7S oder die X9D+ in der Special Edition. Beide Sender verfügen bereits über Hall Sensor Gimbals und lassen auch ansonsten von der Ausstattung her keine Wünsche offen.
Spannend ist aber auch zu sehen, dass die bisher beschriebenen Sender nicht zwangsweise auf die „Mittelklasse“ beschränkt sind. Es gibt genügend Kunden welche auch > 10.000 Euro Modelle sehr zufrieden mit einer Taranis fliegen – Es muss also nicht immer direkt und automatisch eine Horus sein.

 

 

5. Übersicht über alle FrSky Empfänger:

 

5.1 Abgrenzung:

Der Guide bezieht sich auf alle derzeit verfügbaren Modelle (Stand Sept 2018) welche legal in Europa betrieben werden können. Ältere Modelle ohne EU-LBT Firmware (oder ohne der Option dort eine EU-LBT Firmware aufzuspielen) werden nicht behandelt.

 

5.2 Welche Features gibt es bei FrSky Empfängern? – Erklärung der Features:

5.2.1 Smart Port

 

Der Smart Port (auch S.Port abgekürzt) wurde von FrSky eingeführt und ist ein Telemetrie-Eingang welcher die Nutzung von zahlreichen FrSky Telemetriesensoren ermöglicht.
Es handelt sich um einen klassischen BUS, d.h. die Sensorkabel können von Sensor zu Sensor durchgeschleift werden und anhand einer ID wird jeder Sensor entsprechend angesprochen und zugeordnet.
Die IDs sind ab Werk so verteilt, dass keine Nr. doppelt belegt ist (beispielsweise hat der Spannungssensor FLVSS die ID=02, der Drehzahlsensor RPMS die ID=05). Um diese ID zu ändern benötigen Sie den optional erhältlichen Servo Channel Changer (Link). Als Nutzungsmöglichkeit können so z.B. zwei FLVSS an einem Empfänger genutzt werden (12S Betrieb).
Je nach Empfängermodell und Größe gibt es entweder direkt einen physischen Eingang mit Steckerleiste (+/-/S) zum Anschluss von Sensoren oder bei kleineren Modellen ein Lötpad / Adapterstecker.

5.2.2 SBUS

 

Bei SBUS handelt es sich um ein serielles Protokoll welches die Möglichkeit bietet bis zu 16 Kanäle über ein Kabel zu übertragen.
Im Gegensatz zu früher wird nicht mehr jedes Servokabel einzeln am Empfänger eingesteckt (und dadurch dann auch die Kanalzuweisung durchgeführt) sondern alle Servos werden zentral am BUS angebunden. Jedes Servo wird dann „programmiert“ und die Kanalnummer fest zugewiesen auf welche dieses Servo reagieren soll.

Häufigste Anwendung und mittlerweile auch fast Standard ist die Verwendung von SBUS bei Multicoptern / Drohnen. Per SBUS können mit lediglich einer Kabelverbindung zwischen Flight Controller und Empfänger bis zu 16 Kanäle übertragen werden. Ob nun bei großen Multicoptern und dem Einsatz eines X8Rs in Verbindung mit einer Tarot ZYX-M oder DJI Naza oder bei kleinen FPV Racern wo oftmals nur noch ein kompakter Empfänger mit ausschließlich SBUS Ausgang eingesetzt wird (z.B. ein RXSR) und sich somit Platz und Gewicht sparen lässt.

 

5.2.3 RSSI

RSSI steht für Receiver Signal Strength Indication.  Es handelt sich um eine permanente Auswertung der Signalstärke welche per Telemetrie auf die Fernsteuerung übertragen wird und dort auch angezeigt werden kann.
Es können am Sender Alarmschwellen eingestellt werden sodass Sie bereits rechtzeitig gewarnt werden (z.B. auch per Sprachausgabe) bevor die Reichweitengrenze erreicht ist. Somit hat man während des Fluges immer einen Überblick über die Signalqualität wodurch Abstürze und Failsafes wirksam verhindert werden.

5.2.4 Modellmatch:

 

Modellmatch ist ein Feature über welches alle FrSky-Empfänger verfügen.  Beim Binden wird der gebundene Empfänger immer dem entsprechenden Modellspeicher zugeordnet und das Modell kann auch nur auf diesem Modellspeicher gestartet werden.
Horrorszenarien wie zu 35MHz Zeiten bei denen der Hubschrauber mit Flächenmodell Einstellungen gestartet wird (oder noch schlimmer durch die Kanaldoppelbelegung eines Kollegen das eigene Modell angeht) gehören somit der Vergangenheit an.

5.2.4 Redundanz:

 

Alle FrSky-Empfänger mit einem R am Anfang beinhalten die Redundanz-Funktion. Dies ermöglicht den redundanten Betrieb zweier Empfänger in einem Modell und auf einem Modellspeicher.
Die Empfänger arbeiten in einer Master-Slave-Konfiguration.
Im Folgenden wird das Prinzip anhand des RX8R Pros erklärt:
Der RX8R Pro Empfänger verfügt über eine Redundanz-Funktion und ist daher der Master-Empfänger. Der Master-Empfänger verfügt immer über zwei SBUS Ports. Einen In- und einen Out- Port.

 Anschlüsse RX8R Pro
Anschlüsse RX8R Pro

 

 

Über den SBUS-In Port wird das Signal eines angeschlossenen Slave-Empfängers per SBUS am Master-Empfänger empfangen. 
Als Slave-Empfänger kann jeder FrSky -Empfänger mit SBUS -Ausgang genutzt werden (z.B. X8R, X6R, X4RSB, XSR, XM, XM+, RX8R, …).  
Bei einem Slave-Empfänger aus der X-Serie muss die Telemetrie-Funktion deaktiviert werden.
Als sehr kompakter Slave-Empfänger wird z.B. der XM+ empfohlen. 

Verkabelung für Redundanz RX8R Pro Empfänger
Verkabelung für Redundanz RX8R Pro Empfänger

 

 

Master- und Slave- Empfänger empfangen beide ein Signal vom Sendemodul der Fernsteuerung. Sofern der Master-Empfänger ohne Probleme arbeitet und ein Signal empfängt kommt die PWM- Ausgabe vom Master-Empfänger. Wenn der Master-Empfänger auf Grund eines Signalausfalls in den Failsafe-Modus wechselt, der Slave-Empfänger aber noch Empfang hat, kommt die PWM-Ausgabe vom Slave-Empfänger. Sobald der Master-Empfänger wieder ein Signal empfängt wechselt die PWM- Ausgabe wieder zurück auf den Master-Empfänger.

Auch hier ist es wieder so, dass „Fullsize“ Empfänger wie der RX8R Pro direkt über eine SBUS In / SBUS Out Leiste verfügen, bei kleineren Empfängermodellen wird aus Platzgründen dann der Anschluss per Lötpad realisiert.

 

5.2.6 Sonstige Features:

Zusätzlich zu den bisher genannten Funktionen gibt es auch einige Empfänger welche mit weiteren Features aufwarten. Meistens sind diese Empfänger für einen speziellen Zweck oder Anwendung entwickelt worden was allerdings nicht heißt, dass die Empfänger nicht auch allgemein eingesetzt werden können.
Diese können in drei Gruppen unterteilt werden:

5.2.6.1 Stabilisierungsfunktionen:

Seit 2017 gibt es zusätzlich die S-Reihe welche als Empfänger mit einer integrierten Stabilisierung ausgeliefert werden.  Die Empfänger verfügen über ein integriertes 3-Achsen Gyro und 3-Achsen-Beschleunigungssensor-Modul und bieten eine Reihe von Stabilisierungsfunktion auf STM32 Basis für Flächenmodelle.

5.2.6.2 Zusätzliche Sensoren:

In diese Sparte fallen Empfänger welche bereits einen oder mehrere Telemetriesensoren verbaut haben.
Derzeit sind hierbei vor allem die Modelle G-RX8 und seit 2018 auch der G-RX6 zu nennen.
Das G- steht für Glider was diese Empfänger besonders für den Einsatz in Segelfliegern vorsieht. Grund ist, dass in jedem dieser Empfänger bereits ein Variometer (Höhen-mess-sensor) integriert ist und somit ein zusätzlicher Vario-Telemetriesensor entfällt. Durch diese Bauform kann nochmals Gewicht und Platz gespart werden, sodass diese Empfänger auch in kleinen Modellen platzfinden können.

 

5.2.6.3 Empfänger mit integriertem Flight Controller bzw. Flight Controller mit integriertem Empfänger:

Als letzte Gruppe gibt es auch zu jeder aktuellen FPV Flight Controller Reihe spezielle Kombinationen aus einem Flight Controller auf dem bereits ein Empfänger integriert wurde.
Häufige und beliebte Kombinationen sind hierbei kompakte Empfänger auf Basis der XM+ oder (R)XSR um ein kompaktes Set aus Empfänger und Flight Controller zu erhalten.
Der Vorteil ist im Wesentlichen die kompaktere Bauform und das Einsparen der zusätzlichen Verkabelung was vor allem dem Einsatz in FPV Racern zu Gute kommt. Der Nachteil hingegen ist, (wie bei allen Kombi-Lösungen) dass bei einem Erscheinen einer neuen FC-Generation der Empfänger entsprechend nicht weiter verwendet werden kann.
Da sich die Empfänger aber von den Funktionen ansonsten nicht von den „normalen“ Einzelmodellen unterscheiden werden wir diese in den weiteren Details nicht mehr gesondert erwähnen.

5.3 Tabelle / Datenbank mit allen FrSky Empfänger Modellen:

In dieser Tabelle sind alle aktuellen Empfänger-Modelle aufgelistet. Die Tabelle wird regelmäßig von uns ergänzt und neue Produkte mit aufgenommen. Über ein Klick auf das Bild landen Sie direkt auf der jeweiligen Produktseite.

NameBildKanäleKanäle physisch(PWM Ausgänge)Kanäle per SBUSSBUS AusgangRedundanzSmart Port (Telemetrie)ReichweiteGewichtAbmessungen (LxBxH) in mm:SpannungSonderfunktionenPreis in Euro
X4RSB Frsky X4RSB Empfänger 16 Kanäle 3 Kanäle 16 Kanäle ja nein ja Full Range 5,8g 40 x 22,6 x6 4V-10V - 35,90
X6R Frsky X6R Empfänger 16 Kanäle 6 Kanäle 16 Kanäle ja nein ja Full Range 15,4g 47,4 x 23,8 x 14,7 4V-10V - 35,90
X8R Frsky XMR Empfänger 16 Kanäle 8 Kanäle 16 Kanäle ja nein Full Range 16g 46,5 x 26,8 x 14,2 4V-10V 4V-10V - 41,90
XMR Frsky XMR Empfänger 6 Kanäle 6 Kanäle 0 Kanäle nein nein nein Low Range 0,8g 15 x 14 x 3,5 3,7V-10V - 14,90
XM+ Frsky XM+ Empfänger 16 Kanäle 0 Kanäle 16 Kanäle ja nein nein Mid Range 1,6g 21,5 x 12,3 x 3,5 3,7V-10V - 19,90
RXSR Frsky R-XSR Empfänger 16 Kanäle 0 Kanäle 16 Kanäle ja ja ja Full Range 1,5g 16 x 11 x 5,4 4V-10V - 25,79
S6R Frsky S6R Empfänger 6 Kanäle 6 Kanäle 0 Kanäle nein nein ja Full Range 12g 47,4 x 23,8 x 14,7 4V-10V Stabilisierung 37,90
S8R Frsky S8R Empfänger 16 Kanäle 8 Kanäle 16 Kanäle ja nein ja Full Range 14g 46,5 x 26,8 x 14,2 4V-10V Stabilisierung 47,90
RX8R Pro Frsky RX8R Pro Empfänger 16 Kanäle 8 Kanäle 16 Kanäle ja ja ja Full Range 14,8g 6,5 x 26,8 x 14,2 4V-10V Störunempfindlich gegen Zündanlagen (optimal für Betrieb in Benzin Modellen) 47,90
RX4R Frsky RX4R Empfänger 16 Kanäle 4 Kanäle 16 Kanäle ja ja ja Full Range 2,4g 18 x 17 x 7 3,5V-10V - 37,90
RX6R Frsky RX6R Empfänger 16 Kanäle 6 Kanäle 16 Kanäle ja ja ja Full Range 2,9g 21 x 17 x7 3,5V-10V - 39,90
G-RX6 Frsky G-RX6 Empfänger 16 Kanäle 6 Kanäle 16 Kanäle ja ja ja Full Range 2,6g 21,1 x 13 x 7,3 3,5V-10V Vario 49,90
G-RX8 Frsky G-RX8 Empfänger 16 Kanäle 8 Kanäle 16 Kanäle ja ja ja Full Range 5,8g 55,26 x 17 x 8 4V-10V Vario 49,90
NameBildKanäleKanäle physisch(PWM Ausgänge)Kanäle per SBUSSBUS AusgangRedundanzSmart Port (Telemetrie)ReichweiteGewichtAbmessungen (LxBxH):SpannungSonderfunktionenPreis in Euro

 

 

5.4 Unsere Empfehlung für einen passenden Empfänger:

 

Die jeweilige Empfängerwahl ist natürlich immer sehr stark vom Einsatzweck abhängig in welchem Modell der Empfänger genutzt werden soll.
Grundsätzlich sollte man sich von der Bauform nicht täuschen lassen. Durch die heutige Technik kann ein (von der Ausstattung und Reichweite) vollwertiger Empfänger auf kleinstem Raum realisiert werden.
Mittlerweile wird ein guter Teil der Empfänger-Baugröße durch die Bauform definiert und ob der Empfänger über physische Kanäle verfügt. Die Steckerleiste im 2.54 Rastermaß (JR Servostecker) für 6-8 Kanäle kann nun mal nicht weiter eingekürzt werden.
Ein Racecopter benötigt aber z.B. lediglich einen SBUS Ausgang und keine physische Pinleiste für weitere Kanäle. Ein X8R wäre hier also nur unnötig groß und schwer und würde keinerlei Vorteile bringen.
Wer allerdings den Platz hat tut sich meistens leichter einen Standard Empfänger einzusetzen, da dieser oftmals einen direkten Anschluss aller Kanäle ermöglicht und zusätzlich noch über ein stabiles Plastikgehäuse verfügt.
Was uns besonders gut gefällt ist, dass FrSky neue Funktionen (sofern technisch möglich) in alle Empfängermodelle integriert und z.B. Funktionen wie die Redundanz nicht nur teuren Topmodellen vorbehalten ist. So kann jeder Kunde selbst entscheiden welche Funktionsvielfalt er benötigt ohne auf neue Features verzichten zu müssen.
Auch bei den Varianten mit Zusatzfunktionen ist der Einsatzweck eigentlich klar vorgegeben. Wer kein Vario oder eine Stabilisierung benötigt kann dank der großen Empfängerauswahl eigentlich immer zu einer günstigeren Variante greifen welche diese Funktionen nicht integriert hat.

6. Übersicht über alle Frsky Telemetriesensoren (Smart Sensor):

 

6.1 Funktionsweise der Smart Port Sensoren:

Der wichtigste Punkt vorab ist, dass es sich bei dem S.Port (Smart Port) um einen von FrSky entwickelten Port handelt, welcher nicht mit SBUS zu verwechseln ist (es gibt also Empfänger, die sowohl über einen SBUS als auch über einen S.Port Anschluss verfügen und der Sensor muss zwingend am korrekten Port angeschlossen werden).
Alle FrSky Sensoren funktionieren also nur an einem Empfänger welcher über den entsprechenden S.Port verfügt (die meisten Modelle) und können nicht an Empfängern anderer Hersteller betrieben werden.

Weitere Hinweis zur genauen Funktion des S.Ports finden Sie auch unter dem Menüpunkt Empfänger (Link)

 

 

6.2 Beschreibung der einzelnen FrSky Sensoren:

 

6.2.1 Überwachung von Spannung / Strom:

Zur Überwachung von Spannung und Strom gibt es derzeit vier verschiedene FrSky Sensoren.

FLVSS

 

Dieser Sensor bietet die Möglichkeit die Zellenspannung eines angeschlossenen 2S-6S Lipo Akkus zu überwachen. Es wird die Gesamtspannung sowie die Spannung pro Zelle ausgelesen. Die Werte werden zusätzlich auf einem Display am Sensor angezeigt sodass auch eine Überprüfung ohne Fernsteuerung möglich ist bzw. man direkt beim Losfliegen den Akku nochmals prüfen kann.

FrSky FLVSS Smart Port Lipo Sensor
FLVSS Frsky Smart Port Lipo Sensor

 

 

Technische Daten FLVSS: 

Abmessungen Sensor: 35 x 23 x 6 mm (L x B x H) ohne Stiftleiste
Betriebsspannung (Sensor): 4V-10V
Stromaufnahme (Sensor): 25mAh bei 5V
Spannungsbereich des gemessenen Akkus: 2S-6S (6V-25,2V)
Gewicht: ca. 6g
Genauigkeit (Display Auflösung): 0,01V
Messgenauigkeit 0,05V
Display 128x64 OLED
Betriebstemperatur  ‐10~70℃

 

MLVSS

 

Der MLVSS Sensor hat die gleiche Funktionsweise wie der FLVSS mit dem Unterschied, dass der Sensor über kein Display verfügt und somit noch kompakter und leichter ist.

 

FrSky MLVSS Sensor
FrSky MLVSS Sensor

 

 

Technische Daten MLVSS: 

Abmessungen Sensor: 43 x 19 x 8 mm (L x B x H)
Betriebsspannung (Sensor): 4V-10V
Stromaufnahme (Sensor): 10mAh bei 5V
Spannungsbereich des gemessenen Akkus: 2S-6S (6V-25,2V)
Gewicht: ca. 2,8g
Messgenauigkeit 0,05V
Display: Kein Display
Betriebstemperatur  ‐10~70℃

 

 

FCS 40A

Dieser Sensor bietet die Möglichkeit die Stromstärke (Ampere) auszulesen. Der Messbereich liegt bei 0A-40A. Der Sensor ist mit XT60 Stecker und Buchse ausgeführt und kann so direkt zwischen Motor und Regler eingesteckt werden.

 

Frsky FCS 40A Stromstärke Sensor
Frsky FCS 40A Stromstärke Sensor

 

 

Technische Daten FCS 40A: 

Abmessungen Sensor: 61,2 x 16,7 x 13,2 mm (L x B x H)
Stromaufnahme (Sensor): 25mAh bei 5V
Gewicht: ca. 17g
Messbereich: 0A-40A (nicht überschreiten, der Sensor wird sonst beschädigt)
Max Spannung: bis 6S (25,2V) (nicht überschreiten, der Sensor wird sonst beschädigt)
Genauigkeit:  2% bei 25°C

 

 

FCS 150A

 

Dieser Sensor bietet die Möglichkeit die Stromstärke (Ampere) auszulesen. Der Messbereich liegt bei 0A-150A. Der Messring wird in die Plusleitung zwischen Regler und Akku eingeschleift und ermöglicht so die Messung der Stromstärke.

Frsky FCS 150A Stromstärke Sensor
Frsky FCS 150A Stromstärke Sensor

 

 

Technische Daten FCS 150A: 

Abmessungen Sensor: 40 x 18,2 x 8,2 mm (L x B x H)
Abmessungen Messring: 40 x 25 x 12 mm (L x B x H)
Betriebsspannung (Sensor): 4V-10V
Stromaufnahme (Sensor): 35mAh bei 5V
Gewicht: ca. 20g
Messbereich: 0A-150A (nicht überschreiten, der Sensor wird sonst beschädigt)
Genauigkeit:  2% bei 25°C

 

6.2.2 Überwachung von Geschwindigkeit / Position / Höhe:

 

GPS:


Dieser Sensor bietet die Möglichkeit die Höhe, Position, Geschwindigkeit und UTC-Zeit per GPS auszulesen.

Frsky GPS Sensor
Frsky GPS Sensor

 

 

Technische Daten GPS Sensor: 

Abmessungen Sensor: 40 x 20 x 9 mm (L x B x H)
Betriebsspannung (Sensor): 4V-10V
Stromaufnahme (Sensor): 80mAh bei 5V
Initialisierungszeit: ca. 30 Sekunden (kalt)
Datenrate: 1Hz
Empfindlichkeit: -160dBm
Betriebstemperatur: -40°C - ~ +85°C
Gewicht: ca. 11,3g
Messbereich: Höhe: 0-50000m, Geschwindigkeit: 0-500m/s
Genauigkeit:  Höhe: 2,5m CEP, Geschwindigkeit: 0,1m/s

 

Vario:

Es gibt zwei Vario Sensoren, einmal die High Precision Variante mit 0,1m Genauigkeit sowie die Normal Precision Variante mit 1m Genauigkeit.
Optimal für Segelflieger um die Flughöhe, Steigrate, etc. anzuzeigen.

 

Frsky Vario High Precision Sensor
Frsky Vario High Precision Sensor

 

 

Technische Daten Vario Sensor High Precision / Normal Precision: 

Abmessungen Sensor: 31 x 18,3 x 6 mm (L x B x H)
Betriebsspannung (Sensor): 4V-10V
Stromaufnahme (Sensor): 30mAh bei 5V
Einheiten: metrisch oder britisch (umstellbar)
Gewicht: ca. 3,1g
Messbereich: -700m - +10000m
Genauigkeit:  Normal Precision 1m / High Precision 0,1m

ASS Reihe:

Aus der Air Speed Sensor Reihe gibt es zwei Modelle welche für die Bestimmung der Fluggeschwindigkeit gedacht sind.
Das ASS-100 kann Geschwindigkeiten bis zu 360km/h erfassen, dass kleinere ASS-70 Modell bis zu 270km/h.

 

Frsky ASS100 Air Speed Sensor
Frsky ASS100 Air Speed Sensor

 

 

Technische Daten ASS100: 

Abmessungen Sensor: 33,14 x 17,14 x 10,45 mm (L x B x H)
Betriebsspannung (Sensor): 4V-10V
Stromaufnahme (Sensor): 20mAh bei 5V
Gewicht: ca. 5g (Sensor)
Pitot Rohr: Gewicht: ca. 4g, Länge 101mm, Durchmesser 2,6mm
Pitot Schlauch: Material: klares Silikon, Länge 1m, Durchmesser 2,2mm (innen) 3,8mm (außen).
Messbereich: 0-360km/h (0-255,7mile/h)

 

 

Technische Daten ASS 70: 

Abmessungen Sensor: 33,29 x 22,26 x 12,55 mm (L x B x H)
Betriebsspannung (Sensor): 4V-10V
Stromaufnahme (Sensor): 20mAh bei 5V
Gewicht: ca. 7g (Sensor)
Pitot Rohr: Gewicht: ca. 4g, Länge 101mm, Durchmesser 2,6mm
Pitot Schlauch: Material: klares Silikon, Länge 1m, Durchmesser 2,2mm (innen) 3,8mm (außen).
Messbereich: 0-270km/h (0-167,7mile/h)

 

6.2.3 Überwachung von Drehzahl / Temperatur:

 

RPMS

 

Der FrSky RPMS ist ein Kombinationssensor für die Messung von Temperatur und Motordrehzahl von Brushlessmotoren.
Über das beiliegende JST Kabel wird der Drehzahlsensor zwischen zwei der drei Motorkabel eingeschleift und kann so die Drehzahl messen. (Bitte beachten Sie die Anschlusshinweise in der Anleitung)
Zusätzlich sind noch zwei Temperatursensoren enthalten welche z.B. für die Überwachung von Motor / Regler oder Akku genutzt werden können.

Frsky RPMS Drehzahl und Temperatur Sensor
Frsky RPMS Drehzahl und Temperatur Sensor

 

 

Technische Daten RPMS: 

Abmessungen Sensor: 29 x 20 x 2 mm (L x B x H)
Betriebsspannung (Sensor): 4V-10V
Stromaufnahme (Sensor): 25mAh bei 5V
Spannungsbereich des gemessenen Motors: 2S-12S
Gewicht: ca. 6,7g
Messbereich Drehzahl: 1000rpm - 3000000rpm (für 2 polige Motoren)
Messbereich Temperatur: -20°C - +250°C

 

 

6.4 Fazit zu FrSky Telemetrie Sensoren:

Je nach gewünschter Nutzung und Anwendungszweck ergeben sich die geeigneten Sensoren eigentlich automatisch, so ist ein Vario klassischerweise im Segelflugmodell zu finden.
Losgelöst von der Anwendung im Modell sollte vielleicht auch noch die Möglichkeit erwähnt werden die Sensoren als „Diagnose Tool“ einzusetzen. Viele Kunden haben z.B. einem 150A Sensor oder den Drehzahlsensor in der Werkstatt um einfach und bequem ein neues Modell vorab zu prüfen (welche Daten liefert mein Motor genau, sind Temperatur und Drehzahl ok,…). Wer also nicht jedes Modell mit jedem Sensor ausrüsten möchte dem liefert solch ein Vorab-Check zumindest wertvolle Informationen und kann ggfs. Probleme frühzeitig aufdecken.

Der wahrscheinlich mit Abstand am häufigste gekaufte Sensor ist der FLVSS / MLVSS welcher unserer Meinung nach auch in keinem Modell fehlen sollte.
Für einen relativ geringen Betrag hat man eine Einzelzellenüberwachung und kann dadurch wirksam einen Absturz verhindern.
Viele aktuelle Flight Controller übermitteln mittlerweile zwar die Spannung, aber oftmals nur die Gesamtspannung ohne die einzelnen Zellen zu berücksichtigen.
Daraus ergibt sich folgendes Problem:
Beispiel:
6S Lipo vollgeladen: (6x4,2V) = 25,2V
6S Lipo Storage: (6x3,8V) = 22,8V
6S Lipo Abschaltung: (6x 3,5V) = 21V

Wir haben in unserem Beispiel FC als Grenze 21V eingetragen, d.h. Erreichen von 21V wird automatisch je nach Einstellung die RTH oder eine entsprechende Warnung ausgegeben.
Da die 21V unter Last gemessen sind wird sich ein solcher Akku nach dem Landen typischerweise bei ca. 3,7V-3,8V pro Zelle einpendeln, es würden also noch Reserven bestehen.
Unterstellt haben wir in diesem Fall aber, dass sich alle Zellen gleichmäßig auf 21V (3,5V pro Zelle) entladen haben.
Es könnte aber auch folgendermaßen aussehen: 5x 3,95V und 1x 1,25V in diesem Fall würden bei einer Gesamtzellenmessung ebenfalls 21V angezeigt werden, die Situation ist aber eine ganz andere.
In diesem Fall ist eine Zelle bereits tiefentladen und beschädigt und wird wahrscheinlich unter Last noch weiter zusammenbrechen. Eine Einzelzellenüberwachung per FLVSS / MLVSS würde in so einem Fall wirksam bereits bei unterschreiten der vorher definierten Spannung pro Zelle Alarm geben und es bleibt hoffentlich genügend Zeit um sicher zu landen und den beschädigten Akku am Boden zu prüfen.

Funktionsübersicht des FLVSS Sensors
Funktionsübersicht des FLVSS Sensors

 

 

Hier am Ende noch ein Tipp. Bitte unbedingt nach dem Flug nicht vergessen auch den Balancer-Stecker vom FLVSS / MLVSS abzuziehen, wenn der Akku im Modell verbleibt. Ansonsten hat man je nach Dauer bis zum nächsten Flug einen beschädigten Lipo…

7. Tipps & Tricks – Häufige Fragen zu FrSky Produkten:

 

7.1 Flashen von Firmwares / Updates:

Eine Frage die uns oftmals erreicht ist was genau auf der Taranis geflasht werden muss bzw. was „flashen“ überhaupt bedeutet.
Ist dies überhaupt notwendig? Kann dabei etwas beschädigt werden? Woher weiß ich genau was ich flashen muss?

Wie in der Übersicht der Fernsteuerungen schon erwähnt muss zwischen dem Softwarestand der Fernsteuerung (sozusagen der Version des OpenTX Betriebssystems) und der Firmware auf dem eigentlichen Sendemodul (XJT Modul) unterschieden werden.
Nicht immer sind hier alle Erklärungen eindeutig und vor allem durch die Übersetzung aus dem englischen wird oftmals auch zwischen Firmware, Softwarestand, OpenTX Version, … nicht klar getrennt.
Wichtig zu wissen ist, dass beide Punkte getrennt voneinander betrachtet werden sollten und auch die Updates / Änderungen nichts miteinander zu tun haben müssen.
Auch die verwendete Sprache ist unabhängig vom eigentlichen Sendemodus und lässt auch keine Rückschlüsse über die verwendete Firmware zu.
Sie können z.B. eine Fernsteuerung mit deutscher Sprache haben welche ein Sendemodul mit FCC Firmware einsetzt. Umgekehrt ist es genauso möglich auf einem Sender mit EU-LBT Firmware eine andere Sprache (oder Sprachausgabe) einzusetzen.
Genauere Hintergründe und welchen Sender Sie wo einsetzen dürfen finden Sie unter dem Punkt rechtliche Bestimmungen: (link)

 

OpenTX Betriebssystem:
Zu OpenTX gibt es bereits diverse sehr gute Erklärungen und Tutorials welche alle Einstellmöglichkeiten sehr ausführlich erklären, daher möchten wir lediglich kurz auf diesen Punkt eingehen und häufige Fragen aufgreifen:

Das Update der OpenTX Version ist problemlos über die Companion-Software möglich. In diesem Zuge können Sie dann auch die Sprache des Senders anpassen, andere Stimmen, Logos, etc. verwenden.
(Diese Änderungen haben keinen Einfluss auf die Firmware Ihres Sendemoduls oder die Legalität!)

!Wichtig! Achten Sie immer darauf, dass Sie im Companion die korrekte Fernsteuerung ausgewählt haben. Ansonsten wird der Sender nicht mehr hochfahren, bzw. Sie werden keine Anzeigen mehr auf dem Bildschirm sehen.
Sollten Sie doch einmal die falsche Version erwischt haben ist das noch kein Grund zur Panik. Die Taranis kann durch eine falsche Version nicht beschädigt werden, allerdings ist das „Rückflashen“ für einen Anfänger nicht immer ganz einfach.
Es sind zahlreiche Tutorials bei Youtube zu finden welche normalerweise den Vorgang Schritt für Schritt erklären. Sollten Sie trotzdem Probleme haben kann Ihnen unsere Technik natürlich gerne weiterhelfen.
Lesen Sie vor Updates daher immer die Change-Log Datei ob sich die Änderungen ggfs. auf Ihre bereits erstellten Modelle auswirken oder ob sonstige Anpassungen notwendig sind.

 

Sendemodul der Fernsteuerung:
Das Sendemodul aller von uns versendeten Fernsteuerungen wird bereits mit der EU-LBT Firmware ausgeliefert und ist mit allen EU-LBT Empfängern aus unserem Sortiment kompatibel. Sie müssen also bei den von uns gekauften Produkten keinerlei Änderungen an der Firmware des Sendemoduls vornehmen. Sofern Frsky eine verbesserte Firmware-Version veröffentlicht welche ein Flashen des Sendemoduls notwendig macht finden Sie dazu entweder bei uns auf der Webseite oder direkt bei FrSky einen deutlichen Hinweis.
Auch das Flashen einer nicht EU-Firmware ist für den Betrieb innerhalb der EU nicht gestattet. Es gilt lediglich Bestandsschutz für „ältere“ Produkte welche vor der Gesetzesänderungen gekauft wurden.

 

7.2 Failsafe:

Die Failsafe Einstellung ist eine nützliche Funktion bei der die Kanäle am Empfänger im Fall eines Signalverlustes eine vorgegebene Position einnehmen werden. FrSky bietet die Möglichkeit sowohl am Sender als auch am Empfänger Failsafe-Einstellungen vorzunehmen.
Bitte machen Sie sich hierzu vorab Gedanken, welche Einstellungen und Kombinationen für Ihr Modell die sinnvollste Lösung ist.
Bei einem Flächenmodell kann es z.B. sinnvoll sein, dass eine leichte Kurve eingeleitet wird sodass das Modell wieder näher an den Piloten herankommt.
Bei einem Multicopter mit Flightcontroller und GPS Unterstützung hingegen macht eine „No Pulse“ Ausgabe Sinn, sodass der Flightcontroller in den eigenen Failsafe-Modus wechselt und einen Heimflug einleiten kann. Auch das Ausfahren des Fahrwerkes  wäre eine zusätzliche Möglichkeit.
Failsafe Einstellungen (am Sender):
Es gibt drei Failsafe -Modi: No Pulse, Hold, Custom.
- No Pulse (keine Signalausgabe): Bei Signalverlust wird auf keinem Kanal ein Impuls ausgegeben. Wählen Sie im Menü die Einstellung und warten Sie 9 Sekunden bis der Wert übernommen wird.
- Hold (Signale halten): Bei Signalverlust werden die letzten Werte beibehalten. Wählen Sie im Menü die Einstellung und warten Sie 9 Sekunden bis der Wert übernommen wird.
- Custom (benutzerdefinierte Werte pro Kanal): Bei Signalverlust werden die für jeden Kanal definierten Werte angefahren. Wählen Sie mit den Cursortasten im Failsafe-Screen für jeden Kanal den gewünschten Wert aus. Bestätigen Sie mit Enter die Eingabe für diesen Kanal. Mit einem langen Druck auf Enter können Sie das Menü verlassen. Warten Sie 9 Sekunden bis der Wert übernommen wird.

Failsafe Einstellungen (am Empfänger):

Um die Failsafe-Einstellung zu ändern müssen Sie den Empfänger neu binden und die Einstellungen von vorne beginnen.

Möglichkeit 1: Benutzerdefinierte Failsafe-Einstellung:
1. Binden Sie den Empfänger und schalten Sie Sender und Empfänger ein.
2. Bringen Sie alle Knüppel und Schalter in die gewünschte Position.
3. Drücken Sie kurz (weniger als 1 Sekunde) auf die F/S Taste am Empfänger. Die grüne LED wird zweimal kurz aufleuchten um die Einstellungen zu bestätigen.
Möglichkeit 2: Keine Signalausgabe bei Signalverlust
1. Binden Sie den Empfänger und schalten Sie den Sender aus. Der Empfänger bleibt eingeschaltet.
2.  Drücken Sie kurz (weniger als 1 Sekunde) auf die F/S Taste am Empfänger um die Einstellung zu bestätigen.
!Achtung! Sofern keine Failsafe Einstellungen getroffen werden behält der Empfänger automatisch die letzte Position der Kanäle bei, bevor der Signalverlust aufgetreten ist (dies kann z.B. dazu führen, dass das Modell immer weiter wegfliegen würde).

 

7.3 Range-Mode / Reichweite testen:

 

Vor jedem Flug sollte ein Reichweitentest durchgeführt werden, da Reflektionen von z.B. Gebäuden, oder Bäumen, die Signalstärke beeinflussen oder das Signal stören können.
Anbei die Empfehlung von FrSky zur Durchführung eines Reichweitentests:
1. Platzieren Sie das Modell mindestens 60cm über dem Boden auf einem nicht metallischen Untergrund (z.B. Stuhl, Holzbank,...)
2. Die Antennen sollten im Modell verteilt sein und nicht den Boden berühren.
3. Die Senderantenne sollte sich in einer vertikalen Position befinden.
4. Schalten Sie den Sender ein und wählen Sie im Menü „Range Check“ aus. Die Sendeleistung wird auf ca. 1/30 reduziert.
5. Laufen Sie langsam vom Modell weg und bewegen dabei die Steuerknüppel um die Funktionsfähigkeit zu prüfen.
6. Beenden Sie den „Range Check“ im Menü um wieder die volle Sendeleistung zu nutzen.

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